Jahresrückblick 2010 nach Themen

Ich find ja, ein Jahresrückblick kann gar nicht spät genug kommen, schließlich kann immer noch was Wichtiges passieren. Andererseits sollte er doch irgendwie noch im entsprechenden Jahr stattfinden, sonst interessiert sich ja doch irgendwie keiner mehr dafür – oder?

Für dieses Jahr habe ich mir überlegt, meinen persönlichen Jahresrückblick 2010 nach Themen zu kategorisieren.

Erster Job

Begonnen hat das Jahr mit meinem ersten Job bzw. eher mit meinem ersten Vollzeit-Job, denn auch zuvor habe ich ja bereits neben dem Studium mehrere Jahre in der Branche gearbeitet. Das war natürlich die größte Veränderung in diesem Jahr, die auch weitere Veränderungen angestoßen oder ermöglicht hat.

Büro 2010Zunächst einmal war da natürlich die Freude, nach langer Zeit das Studium endlich abgeschlossen zu haben und dann auch sehr schnell einen Job gefunden zu haben (oder der Job mich in dem Fall). Noch dazu habe ich sofort gemerkt, dass ich bei einem tollen Arbeitgeber gelandet bin. Danke an dieser Stelle dafür, MOSAIQ MEDIA!

Geschmeichelt hat mir natürlich auch, dass ich – meist mit Bezug auf meine Diplomarbeit – auch danach noch Jobangebote bekommen habe, die ich aber alle mit „Ich bin bereits glücklich vergeben“ abgelehnt habe. Besonders habe ich mich gefreut, dass ich ein Jobangebot auch weitergeben konnte und derjenige nun auch bereits seit einem dreiviertel Jahr dort arbeitet.

Verändert haben sich natürlich insbesondere zwei Dinge: Mehr Geld und weniger frei einteilbare Zeit. Es ist ja schon eher ein Klischee, dass man im Studium eigentlich immer nur Freizeit hat, aber man kann sie sich auf jeden Fall freier einteilen und zum Beispiel vor den Prüfungen nochmal richtig Gas geben, während man vorher andere Prioritäten gesetzt hat. Jedenfalls bei mir ging das so, das ist ja auch sehr unterschiedlich.

Büro 2010Mehr Geld war natürlich ein großer Segen und auch ein großer Sprung, wenn man vorher wirklich sehr aufs Geld achten musste. Die letzten fast vier Jahre meines Studiums hatte ich mich ja fast nur noch von meinen Jobs finanziert. Nicht mehr so auf jeden Euro gucken zu müssen und sich auch immer wieder mal was gönnen zu können, ist natürlich ein sehr schönes Gefühl. Aber ich kann auch ein wenig nachvollziehen, was mir eine früher in den Job eingestiegene Freundin nach einer Weile im Job sagte: „Ich hatte noch nie so wenig Geld wie jetzt.“

So weit geht es bei mir zum Glück nicht, aber mehr Geld erhöht auch schnell die Ansprüche und so kann aus mehr Geld auch schnell wieder weniger Geld werden. Zudem hat man natürlich gerade am Anfang auch einen erheblichen Investitionsstau. Neue Kleidung, Möbel, Bücher, Filme, Waschmaschine usw.

In diesem Punkt also definitiv ein gutes Jahr. Nicht nur nen Job begonnen, sondern auch fest entschlossen, da noch lange zu bleiben.

Auto fahren

Klingt sicher nach einer komischen Rubrik in einem Jahresrückblick – insbesondere bei mir, habe ich doch seit etwa 2004 gar kein Auto mehr und habe oft gemeint, ich würde den Führerschein am liebsten wieder in Geld zurücktauschen. Damit könne ich mehr anfangen.
Tja, aber auch hier hat der Beruf einiges verändert. Zu Geschäftsterminen in mittlerer Entfernung wird meist das Auto genommen. Nach Frankfurt oder Kassel bin ich aber auch mit dem Zug gefahren. Die meisten Termine finden aber in Baden-Württemberg statt und Industriegebiete sind auch meist nicht besonders gut an die Schiene angeschlossen. Noch dazu fährt man ja oft auch nicht alleine.

Schnee in Celle (1)Schnee in Celle (2)

Nun bin ich also dieses Jahr mehr Auto gefahren als die letzten fünf Jahre zusammen. Dabei bin ich dann auch zum ersten Mal in meinem Leben Automatik gefahren. Das war am Anfang doch extrem ungewohnt und oft bin ich beim Zurollen auf eine Ampel hart auf die Bremse getreten, weil ich schon mal die Kupplung treten wollte. Apropos Bremse, die muss man auch zum Starten treten, aber das war mir am Anfang schnell wieder entfallen und so stand ich dann erstmal blöd da und auch meine Beifahrerin wusste nicht weiter.

Inzwischen habe ich mich daran aber schon so gewöhnt, dass ich beim Fahren eines CarSharing-Autos rund um meinen Umzug prompt vergessen habe, beim Starten die Kupplung zu treten. Auch nicht so gut. Jedenfalls kann ich nun sagen, dass ich einen Audi TT nicht nur optisch schön finde, sondern dass er sich auch sehr gut fahren lässt. Früher konnte ich nie nachvollziehen, wieso so viele Menschen Spaß am Auto fahren haben. Heute weiß ich, dass das sehr vom Auto abhängt und mit einem Ford Fiesta, Baujahr 1989, ist das eben was anderes als mit einem TT mit Navigationssystem. Überhaupt, Navigationssysteme. Ohne würde ich wohl kaum irgendwo ankommen, geschweige denn freiwillig Auto fahren. Zum 30. Geburtstag wünsche ich mir Orientierungssinn. 😉

Siezen


Henning Schürig (2010)Noch eine komische Kategorie in meinem Jahresrückblick. Aber während es bisher so war, dass ich fast alle Leute um mich herum geduzt habe, hat sich auch hier einiges geändert. Bis einschließlich 2009 habe ich die allermeisten Menschen, vor allem die mit denen ich öfter zu tun hatte, geduzt. Im Studium die Kommilitonen und einige Mitarbeiter, im Job die Kollegen, bei den Grünen traditionsgemäß alle und meine Freunde sowieso. Ausnahmen waren bei den häufigeren Kontakten am ehesten noch die Professoren, Uni-Mitarbeiter oder manchmal Journalisten.

Nun hat man tagtäglich mit Kunden zu tun. Auch da gibt es Duz-Ausnahmen, aber in der Regel ist dort ja das Sie vorherrschend. Das klingt vielleicht banal, war bzw. ist für mich aber eine große Umstellung. Auch bei den Facebook-Kontakten bin ich inzwischen längst nicht mehr mit allen per Du. Da wird dann fleißig kommentiert und 90 % duzt man in den Antworten und beim kommentierenden Kunden versucht man das dann einfach zu umgehen, damit’s nicht so auffällt.

Ungewohnt. Bin ja eh eher ein Duz-Freund. Allerdings ist der Übergang vom Sie zum Du auch schwierig. Das muss eigentlich von Anfang an so sein, sonst kriegt man das nie so richtig aus dem Kopf.

Leben

Aber auch sonst im Leben hat sich einiges getan. Durch den Job konnte ich endlich aus meiner ungeliebten WG in eine eigene Wohnung umziehen.Erleuchtung im Wohnzimmer Die ist zwar teuer, aber total zentral, sehr schön und nur gut fünf Minuten vom Büro entfernt. Fünf Gehminuten!

Im Spätsommer dann mein erster richtiger Urlaub seit sieben Jahren! Das tat auch echt gut und war dringend nötig.

Ansonsten habe ich im Frühjahr meinen lange gehegten Plan vom Besuch eines Fitnessstudios in die Tat umgesetzt. Von anfangs 2-3 Mal die Woche über eine Pause bin ich nun bei knapp einem Mal pro Woche. Lieber einmal pro Woche wirklich hingehen als zwei Mal planen und gar nicht hingehen. Und demnächst bekomm ich eventuell noch nen Trainingspartner, dann wird’s vielleicht auch wieder öfter.

Es gab natürlich noch mehr spannende Dinge, sowohl Aufs als auch Abs,Urlaub 2010 aber wie langjährige Leser sicher gemerkt haben, haben mit dem Job auch die Berichte aus dem Privatleben abgenommen. Schon immer habe ich ja genau darauf geachtet, was ich preisgebe und was nicht, aber bei vielen Dingen wäre mir jetzt nicht so wohl dabei, wenn die beruflichen Kontakte das auch alle wüssten und daher wird dieser Bereich immer selektiver.

Politik

Ein Wahnsinnsjahr war 2010 natürlich auch in der Politik. Stuttgart 21 füllte bundesweit, teilweise weltweit, die Schlagzeilen, die Grünen erreichen in Umfragen ungeahnte Höhenflüge und die schwarz-gelbe Landesregierung in Baden-Württemberg ist mehr als ernsthaft gefährdet. Die bei der Bundestagswahl vor knapp einem Jahr noch so erfolgreiche FDP muss in ihrem Stammland sogar um den Einzug in den Landtag fürchten. Und das wo der politische Erzfeind sich Hoffnungen auf das Amt des Ministerpräsidenten machen kann.

Stuttgart 21Die ganze Diskussion um Stuttgart 21 war zwischenzeitlich sehr aufreibend. Vor der Schlichtung wurde ich mehrmals täglich darauf angesprochen. Teilweise online, teilweise auf der Straße oder auf Partys. Mal wissbegierig fragend, mal kontrovers und vorwurfsvoll. Auch körperliche Gewalt wurde mir angedroht, einfach nur, weil man sehen konnte, dass ich S21-Gegner bin.

Insofern war die Schlichtung für mich ganz persönlich ein erheblicher Zugewinn an Lebensqualität. Mit dem Schlichterspruch – auf den ich jetzt natürlich auch immer wieder angesprochen werde – bin ich hingegen nicht zufrieden. Ein Blogeintrag dazu wurde nie fertig, aber in Kürze dazu nur: Heiner Geißler hätte sich nicht hinter S21 stellen und ein Plus fordern sollen, sondern stattdessen lieber etwas wie „Wenn S21 gebaut wird, dann nur mit Plus“ als Schlichterspruch formulieren sollen.
Die Rechnung für S21 kommt am 27.03.11Mal ganz abgesehen davon, dass es die CDU offenbar geschafft hat, ihrem alten Weggefährten eine Volksabstimmung als unmöglich darzustellen. Dabei gibt es Möglichkeiten dafür, man müsste nur wollen – im Zweifel kann man ja auch die Verfassung ändern.

Politik 2010 bedeutete für mich aber auch erstmals Politik neben dem Beruf und somit (siehe oben) mit weniger freier Zeiteinteilung. Teilweise habe ich mir Urlaub für die Politik genommen, teilweise konnte ich dank eines wohlwollenden Arbeitgebers auch an Freitagen, wo unsere Landesvorstandssitzungen stattfinden und Parteitage oft beginnen, früher gehen.

Von dem Gedanken, Politik zum Beruf zu machen, habe ich mich vorerst verabschiedet. Mein Job macht mir zu viel Spaß, er würde mir fehlen. Und, ganz ehrlich, ich hätte als Vollzeitpolitiker auch deutlich weniger Freizeit. Da setze ich derzeit klar andere Prioritäten. Daher trete ich auch nicht zur Landtagswahl 2011 an. Vielleicht sieht das 2016 wieder anders aus. Das sehen wir dann.

Aber da wir eine Maximalquote für Abgeordnete in unserem Landesvorstand haben, ist es ja auch gar nicht verkehrt, wenn wenigstens ein paar Landesvorstandsmitglieder nicht für ein Parlament kandidieren. 😉

Politik 2011Das Jahr 2011 wird aber natürlich auch für mich als Freizeit-Politiker und politischen Menschen sehr spannend. Sollte es im März für eine Regierungsbeteiligung, vielleicht sogar für eine Regierungsführung, reichen, wird das natürlich auch die Arbeit im Landesvorstand verändern. Ich finde es sehr spannend, diese Prozesse mit begleiten und ein Stück weit auch mitgestalten zu können.

Web & Blog

In Sachen Web hat sich 2010 auch jede Menge getan. Facebook hat sich richtig fest etabliert, mit dem iPad wurden Tablet-Computer modern, die mobile Nutzung des Internets nimmt rasant zu und Blogs sterben mal wieder aus. 😉

Auch bei mir im Blog ist es weniger geworden, was zum Teil an weniger Zeit und zum Teil an anderen Veröffentlichungsformen liegt. Facebook verdrängt hier ein Stück weit Twitter und Blogs. Zumal es leichter zu pflegen ist. Für mich wird mein Blog aber weiterhin wichtig sein. Erstens weil ich damit unabhängig von fremden Plattformen bin und zweitens weil längere Texte dort immer noch besser aufgehoben sind. Auf Facebook würde das viel zu schnell untergehen für die Mühe, die hinter so einem Beitrag teilweise steckt.

Fazit

Wir haben nun ein neues Jahr, weil’s alte echt hinüber war. Der Spruch stimmt zwar inhaltlich mal wieder nicht, denn 2010 war überwiegend richtig toll für mich, aber ich mag ihn einfach. 🙂

In diesem Sinne: Einen guten Rutsch und alles Gute für 2011!

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The Social Network

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Facebook ist für die meisten in meinem Alter längst Alltag geworden. Doch welche Geschichte hinter dieser ebenso gewaltigen wie ungewöhnlichen Erfolgsstory steckt, wussten bis vor kurzem eher wenige.

Der Kino-Film The Social Network hat hier so gesehen nun für einige Aufklärungsarbeit gesorgt. Zwar ist einiges in dem Film fiktional, aber er basiert auf der realen Entstehungsgeschichte von Facebook.

Der im Vergleich zu Mark Zuckerberg relativ unbekannte Mitgründer Eduardo Saverin hat an diesem Film mitgewirkt. Früher war er Zuckerbergs bester Freund, später verklagte er ihn, weil er sich aus dem Unternehmen rausgedrängt fühlte.

Facebook ist so wichtig im Alltagsleben vieler Menschen geworden und hat inzwischen dadurch auch eine recht hohe Bedeutung für Unternehmen, dass ich es glatt wichtig finde, die Hintergrundgeschichte etwas zu kennen. Vor allem, wenn man im Internetbereich arbeitet und womöglich sogar mit Online-Marketing und Social Media zu tun hat.

Aber ganz abgesehen davon fand ich den Film The Social Network auch einfach unterhaltsam und gut gemacht. Alleine schon der Dialog am Anfang, aber auch die fliegenden Bierflaschen. Ich hatte viel Kritik an dem Film gehört, wollte ihn mir aber ansehen, um ihn gesehen zu haben und mitreden zu können. Letztlich hat er mir aber echt gut gefallen.

Viele finden es krass wie negativ Mark Zuckerberg in dem Film dargestellt wird. Genau das hatte ich schon vorher sehr oft gehört und ich denke mir im Nachhinein: Ja, er wird sehr kritisch dargestellt. Als Arschloch könnte man sagen (und sagt der Film auch selbst). Aber das ist nur ein Teil. Gleichzeitig wird auch ein Genie gezeigt.

Für mich persönlich faszinierend war noch, dass sein Gesichtsausdruck im Film sehr oft extrem dem eines ehemaligen Kollegen ähnelte, der auch ein ziemlicher Nerd ist. Das war noch die perfekte Abrundung. Ganz abgesehen davon, dass mir auch der Soundtrack echt gut gefallen hat.

Allerdings kann ich Eduardo Saverin nicht im Impressum von Facebook finden. Möglicherweise weil er nur bei den Gründen mitgenannt werden muss und die derzeit nicht im Impressum stehen, sondern der aktuelle Vorstand?

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Was hier alles nicht steht – und warum

Eigentlich sollte hier ein Text über sechs Monate Arbeitsleben stehen. Dann noch einer zu unserem Landesparteitag mit Schwerpunkt Netzpolitik und vielleicht auch noch was zum 30-jährigen Jubiläum der grünen Landtagsfraktion in Baden-Württemberg.

Mal ganz abgesehen von der Bundespräsidentenwahl, dem rapiden Verfall der schwarz-gelben Bundesregierung und der mit immer größeren Schritten näherkommenden Landtagswahl in Baden-Württemberg.

Stattdessen steht hier nun, was hier alles nicht steht. Durch Umzug, Urlaubsvertretung und schönes Wetter fällt mein Blog gerade etwas hinten runter.

Aber bald geht’s wieder weiter, da bin ich sicher.

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Vier Jahre henningschuerig.de/blog

Mein Blog wird heute ziemlich genau um diese Uhrzeit vier Jahre alt.

Vier Jahre. Kaum zu glauben, aber seitdem blogge ich nun. Eigentlich schon ein bisschen länger, denn erste Schritte machte ich im Stuttgart-Blog.

Seitdem hat sich viel verändert. Die Frequenz der Beiträge, aber auch die Inhalte und die Besucherzahlen. Was sicher alles auch irgendwie miteinander zusammenhängt.

Ich schreibe weniger – in der Anfangszeit waren es im Schnitt zwei Beiträge am Tag, manchmal kam ich auch auf fünf. Außerdem gab es keinen Tag ohne Beitrag.

Nun schreibe ich auch inhaltlich selektiver. Es kommt weniger Privates in den Blog und wenn gerade alle über etwas bloggen musste ich das früher unbedingt mitmachen. Heute überleg ich mir das genau in diesen Fällen eher drei Mal, da ich ja nicht auch nochmal das Gleiche schreiben muss, was andere schon geschrieben haben.

Weniger Inhalt ist natürlich auch weniger Futter für die Suchmaschinen und somit letztlich auch weniger Besucher. Außerdem haben gerade die Hype-Themen früher viele Besucher gebracht. Von den Besucherzahlen her war 2007 eindeutig das beste Jahr. Ich kam da auf gut 20.000 Besucher pro Monat – heute gut die Hälfte davon.

Interessant auch, dass die die Besucherquellen auch geändert haben. Früher waren es viele Besucher, die über andere Blogs kamen. Weil ich dort kommentiert habe oder weil ich dort verlinkt wurde. Heute wird weniger verlinkt und ich kommentiere auch viel weniger woanders.

Dafür hat der Traffic über Social Networks oder andere Social-Dienste zugenommen. Letztes Jahr war eine große Zunahme des Traffics über Twitter zu verzeichnen. Kein Wunder, ich habe definitiv mehr Follower auf Twitter als Stammleser hier im Blog.

Zuletzt hat aber vor allem der Traffic über Facebook zugenommen. Ich twitter auch nicht mehr so häufig über neue Artikel, um auch Redundanzen zu vermeiden. Denn jeder Artikel geht automatisch über die Networked-Blogs-App in Facebook rein – und jeder Tweet wird automatisch ein Status-Update auf Facebook.

Mehr Resonanz – in Form von Kommentaren und Besuchen – gibt es aber inzwischen über Facebook. Allerdings werden besonders interessante Beiträge auf Twitter eher mal weiterverbreitet (Retweets).

Parallel zur Abnahme der Besucherzahlen hat das Bloggen auch für mich persönlich nicht mehr die extreme Bedeutung, die das neue Spielzeug in der Anfangszeit hatte. Da war viel Ausprobieren dabei, viel Spielerei. Das Bloggen ist jetzt ernsthafter geworden – bei gleichzeitig weniger Druck, den ich mir selber dabei mache.

Oft bleiben Themen liegen und werden dann gar nicht mehr gebloggt, weil ich eben andere Prioritäten gesetzt habe (und teilweise auch setzen musste) und das Thema nach einer Woche nicht mehr frisch genug ist – oder einfach vergessen.

Oft werden Themen auch einfach getwittert und damit ist dann die Luft raus. Etwas bloggen, das man schon getwittert hatte? Nee, das widerstrebt mir meistens, wenn sich die Sachlage seitdem nicht noch groß geändert hat.

Gleichzeitig merke ich in mir aber auch ein bisschen Retro-Stimmung. Weniger schnell schnell twittern, öfter mal wieder ausführlich und vergleichsweise gemütlich etwas bloggen.

Aber die Bloggerei ist definitiv weiterhin ein wichtiger Eckpfeiler in meinem Leben. Und deshalb wird auch definitiv wieder gegrillt werden. Zeit und Ort werden noch bekanntgegeben. Irgendwie hat mich dieses Jubiläum jetzt zu sehr überrascht. 😉

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Wochenendblogger

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Es gefällt mir nicht so besonders, dass ich im Moment die Tendenz habe, ein Wochenendblogger zu werden. Aber irgendwie haben die meisten Tage nur 24 Stunden.

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Kennzeichnung von Werbung: Trennungsgebot

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Eben kam ein Anruf von jemandem, der auf einem Blog von mir (nicht diesem) einen Link in einem Artikel kaufen wollte. Meine erste Reaktion war ein Nein, als er weiter nachbohrte, sagte ich dann, dass die Voraussetzung auf jeden Fall wäre, dass ich den Link als Werbung kennzeichne.

Da war er sehr irritiert, das hätte er noch nie gehört. Auch die großen Zeitungen und Verlage würden das ja ohne Kennzeichnung machen und ob ich dafür eine Quelle hätte.

Leider höre ich das sehr oft. Jeder kennt wohl den Begriff Schleichwerbung und erwartet auch in den Medien, die er so liest, keine Vermischung von redaktionellen und werblichen Inhalten.
Aber bei Werbelinks scheinen viele Webmaster da gar keine Notwendigkeit dazu zu sehen.

Dabei schreibt das Gesetz eindeutig eine Trennung von Werbung und redaktionellem Inhalt vor. Man kennt ja das kleine Wort „Anzeige“, das nicht nur bei Google AdSense, sondern auch in Zeitungsanzeigen drüber oder druntersteht.

Ich hab ihm jedenfalls nach dem Telefonat dann diesen Link hier geschickt: Das Trennungsgebot nach § 6 Telemediengesetz (TMG)

Trennungsgebot nennen es die Juristen. Andere sprechen einfach von „Verarschung“ der User. Beides ist ernstzunehmen und dementsprechend gibt es bei mir nur gekennzeichnete Werbung. Bei smileblue.com steht z.B. klar „Werbelinks“ davor.

Leider gibt es Plattformen, die Linkverkauf organisieren und die Webmaster dabei zu einer „kreativen“ Kennzeichnung von Werbelinks aufrufen, indem sie zum Beispiel „Partner“ oder „Empfehlungen“ davorschreiben.

Meiner Ansicht nach kennzeichnet das jedoch ganz eindeutig eben keine Werbung, sondern Partner bzw. Empfehlungen. Und Empfehlungen sind meine Meinung – und keine bezahlte Werbung.

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Angebot & Nachfrage?

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Dass die marktwirtschaftlichen Prinzipien von Angebot und Nachfrage nicht immer stimmen, zeigt sich alleine schon daran, dass es weder die perfekte Frau, noch den perfekten Mann gibt.

Nachfrage gäbe es ja genug…

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Indische Waschnüsse

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Ich bin gerade auf einem Internet-Marketing-Seminar. Mir wurde hier gestern gesagt, dass nur 16 Leute (im Jahr oder im Monat – weiß nicht mehr genau) nach indischen Waschnüssen googlen.

Ich frag mich jetzt gerade, ob das stimmt, aber statt dafür SEO-Tools zu benutzen, mach ich einfach mal ein kleines SEO-Experiment. Ich schreibe über indische Waschnüsse und gucke, wie viele Leute darüber vorbeikommen und welche Google-Position ich für „indische Waschnüsse“ erreiche.

Hat schon mal jemand mit indischen Waschnüssen gewaschen? Gibt’s eigentlich auch Wasch-Nüsse aus anderen Ländern oder sind da nur die aus Indien interessant? Ein Kollege meinte, er hätte schon mal welche benutzt. Mir sagt das nicht wirklich was.

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Zweiter Arbeitstag in der Charlottenstraße

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Seit gestern bewohnen* wir nun unser Ersatzbüro in der Charlottenstraße 3, weil unser altes Büro in der Urbanstraße 1 nach dem Brand (bzw. nach den Löscharbeiten) erst saniert werden muss.

Zwei bis sechs Monate oder auch sechs bis neun Monate hört man so als Dauer. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und die Wände und Böden sind halt ziemlich von Wasser durchtränkt worden. Zum Glück ist bei uns nichts beschädigt. Die ganzen Rechner und Server laufen wie gehabt.

Ein bisschen Papier ist nass geworden, aber paar Spritzer sonst auf dem Monitor und am Mauskabel, aber sonst nichts. Anfangs roch interessanterweise gar nichts nach Rauch, aber seit alles getrocknet ist, riecht das Papier dann doch nach Rauch.

Seit gestern sind wir nun wie gesagt im Ersatzgebäude direkt nebenan. Wir sitzen hier direkt über der Musikbibliothek am Charlottenplatz im ersten Stock. Unser Besprechungsraum ist genau an der Spitze des Gebäudes, die auf die große Kreuzung zeigt.

Nach dem großen Schreck wie stark wir dann doch von dem Brand bzw. eben den Löscharbeiten betroffen waren, sind wir nun alle sehr positiv überrascht wie schnell und reibungslos wir umgezogen sind.

Seit gestern Mittag arbeiten wir eigentlich wie gehabt weiter. Natürlich müssen wir ein bisschen was aufholen, wobei auch das sich einigermaßen in Grenzen hält, weil einiges auch von zu Hause – neudeutsch: im Home Office – erledigt werden konnte.

Dennoch freuen wir uns, wenn wir dann irgendwann in unseren schönen Altbau im Jugendstil zurückkönnen. Aber jetzt sind wir erstmal froh, dass wieder Alltag eingekehrt ist und wir nicht wie die Stuttgarter Zeitung schrieb „vor dem Nichts“ stehen.

Das haben wir allerdings auch der Allianz zu verdanken, die uns so schnell die Ersatzbüros direkt nebenan und in etwa in gleicher Größe (eher etwas größer) verschafft hat. Daher haben wir jetzt auch alle Allianz-Chipkarten für Mitarbeiter von Fremdfirmen.

So, und jetzt muss ich mal weiterarbeiten. Mittagspause beendet.

* Oder heißt das „bearbeiten“?

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Mysteriöse Post: Apokalypse, Watte und USB-Stick

Da geht man am Sonntagabend an seinen prall gefüllten Briefkasten und findet neben normalen Briefen einen sehr dicken, weißen Briefumschlag mit Sichtfenster in dem man meine Adresse, aber keinen Absender sehen kann.

Was ich da glaub noch nicht gesehen hatte: der Briefumschlag ist nicht frankiert, muss also bei mir direkt eingeworfen worden sein. Ich mache ihn also auf und sehe, dass auf dem Deckblatt außer meiner Adresse nur noch „Freiburg, 05.02.2010“ oben rechts und an der Stelle des Betreffs des Briefs „APOKALYPSE“ steht. Sonst nichts.

Auf den anderen beiden weißen Blättern ist nichts, gar nichts. Dazu gibt es noch einen weißen Wattebausch. Als ich den in die Hand nehme, merke ich, dass das was drin ist. Man rechnet ja in solchen Momenten mit nahezu allem. Drin war dann ein USB-Stick.

Auf dem USB-Stick steht „Spaceloop XL by CnMemory“ und „4 GB“. Nachdem ich mein Anti-Virus-Programm nochmal gecheckt habe, habe ich den USB-Stick dann auch mal angeschlossen. Das Laufwerk heißt „Da bin ich!“ und enthält ein paar harmlos aussehende Ordner namens Symantec, Steganos, OO und ClipInc. Außerdem die Dateien menu.exe und autorun.inf im Hauptverzeichnis.

Ich habe keine der Dateien bisher gestartet. Das wollte ich trotz Anti-Virus-Prüfung des Sticks dann doch nicht riskieren. Windows meldet übrigens, der Datenträger sei beschädigt und ob es ihn reparieren soll, was ich bisher immer verneint habe.

Hat irgendjemand eine Ahnung, was es mit diesem seltsamen Brief und dem USB-Stick auf sich hat? Kein Absender, Freiburg als angeblicher Ort, aber direkt bei mir eingeworfen, kein Text außer „APOKALYPSE“ und dazu dieser Stick und ich mit Namen und Adresse als Empfänger.

Update (08.02., 14:00 Uhr): Bei mir hat sich per Telefon ein anderer Blogger gemeldet, der einen sehr ähnlichen Brief mit USB-Stick und Betreff „APOKALYPSE“ bekommen hat.

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