Blog-Einträge zum Thema: Leben

Bodo Wartke, die Bahn und ich – Reisetagebuch

Vor ein paar Tagen war ich ja zusammen mit einer Kollegin in Frankfurt am Main auf einer Schulung. Ganz umweltbewusst fuhren wir natürlich mit dem Zug. Dauert ja auch nur ca. 1,5 Std. von Stuttgart nach Frankfurt – hin jedenfalls.

Obwohl wir hin mit einem IC und zurück mit einem ICE (bzw. eigentlich gleich zweien) gefahren sind, waren wir viel schneller in Frankfurt als wieder raus. Ganz abgesehen von etwa 45 min Zeitpuffer zwischen dem Ende der Schulung und der offiziellen Abfahrt unseres Zuges, gab es noch eine Verspätung von 15 min während der unser Zug dann – ohne dass wir es wahrnahmen – vom Nachbargleis am selben Bahnsteig nach Stuttgart abfuhr.

So mussten wir dann mit einem ICE nach Frankfurt/Flughafen fahren, um dort dann in einen ICE nach Stuttgart umzusteigen – weitgehend stehend natürlich. Zwischen der Zugtür und der Klotür.

Auf meinen getwitterten Frust hin (der vor allem daran lag, dass ich so nun eine Stunde zu spät zu meinem Abendtermin kam, für den ich 33,20 EUR gezahlt hatte), wurde mir von Daniel Schmid per Facebook dann per Kommentar dieses Video von Bodo Wartke empfohlen.

Ich habe herzlich gelacht und so war es eine kleine Entschädigung für die Tortur bzw. den halben verpassten Abend. Ich hoffe, es können nicht nur die so sehr darüber lachen, die selbst kürzlich unter der Deutschen Bahn zu leiden hatten.

Bodo Wartke – Reisetagebuch

Blinder Passagier

Heute war ich zum Mittagessen mit Jenny verabredet. Da wir aus der gleichen Richtung zum Treffpunkt fuhren, stieg sie zufällig ohne dass wir vorher davon wussten, in meinen Bus ein.

So weit, so unspektakulär.

Aber während ich die Gute schon an der Haltestelle hab stehen sehen, stieg sie Musik hörend in den Bus, setzte sich auch noch neben mich und starrte Löcher in die Luft. Erst dachte ich, irgendwas wäre nicht in Ordnung. Bis ich merkte, dass sie etwas nahezu Unmögliches vollbracht hatte:

Sie hatte mich einfach nicht bemerkt.

Und das obwohl wir nebeneinander im Bus saßen und in wenigen Minuten zum Essen verabredet waren.

Mysteriöse Post: Apokalypse, Watte und USB-Stick

Da geht man am Sonntagabend an seinen prall gefüllten Briefkasten und findet neben normalen Briefen einen sehr dicken, weißen Briefumschlag mit Sichtfenster in dem man meine Adresse, aber keinen Absender sehen kann.

Was ich da glaub noch nicht gesehen hatte: der Briefumschlag ist nicht frankiert, muss also bei mir direkt eingeworfen worden sein. Ich mache ihn also auf und sehe, dass auf dem Deckblatt außer meiner Adresse nur noch „Freiburg, 05.02.2010“ oben rechts und an der Stelle des Betreffs des Briefs „APOKALYPSE“ steht. Sonst nichts.

Auf den anderen beiden weißen Blättern ist nichts, gar nichts. Dazu gibt es noch einen weißen Wattebausch. Als ich den in die Hand nehme, merke ich, dass das was drin ist. Man rechnet ja in solchen Momenten mit nahezu allem. Drin war dann ein USB-Stick.

Auf dem USB-Stick steht „Spaceloop XL by CnMemory“ und „4 GB“. Nachdem ich mein Anti-Virus-Programm nochmal gecheckt habe, habe ich den USB-Stick dann auch mal angeschlossen. Das Laufwerk heißt „Da bin ich!“ und enthält ein paar harmlos aussehende Ordner namens Symantec, Steganos, OO und ClipInc. Außerdem die Dateien menu.exe und autorun.inf im Hauptverzeichnis.

Ich habe keine der Dateien bisher gestartet. Das wollte ich trotz Anti-Virus-Prüfung des Sticks dann doch nicht riskieren. Windows meldet übrigens, der Datenträger sei beschädigt und ob es ihn reparieren soll, was ich bisher immer verneint habe.

Hat irgendjemand eine Ahnung, was es mit diesem seltsamen Brief und dem USB-Stick auf sich hat? Kein Absender, Freiburg als angeblicher Ort, aber direkt bei mir eingeworfen, kein Text außer „APOKALYPSE“ und dazu dieser Stick und ich mit Namen und Adresse als Empfänger.

Update (08.02., 14:00 Uhr): Bei mir hat sich per Telefon ein anderer Blogger gemeldet, der einen sehr ähnlichen Brief mit USB-Stick und Betreff „APOKALYPSE“ bekommen hat.

Mein erster Tag mit Windows 7

Ich hab im Büro seit gestern einen neuen Rechner auf dem Windows 7 läuft. Selten hab ich so viel Gutes schon vorab über ein Microsoft-Betriebssystem gehört. Das liegt aber wohl auch daran, dass Windows Vista so ein Reinfall war.

Windows 7 soll jedenfalls unter anderem schneller laufen als Vista. Ich kann das bislang nicht wirklich beurteilen, da ich ja ohnehin gleichzeitig auch einen schnelleren Rechner bekommen. Aber Vista ist jedenfalls superlangsam und ressourcenfressend. Wer sich einen neuen PC kauft, sollte darauf achten, dass auf keinen Fall Vista vorinstalliert ist, sondern besser Windows 7 – und normalerweise bin ich eher einer, der spät umsteigt.

Einiges ist nun natürlich gewöhnungsbedürftig, aber das meiste macht erstmal einen guten Eindruck. Neben netten Spielereien oder kleinen Usability-Verbesserungen ist mir bisher vor allem die andere Taskleiste aufgefallen.

Im Prinzip vermischt sich die klassische Taskleiste in der man im Breitformat und überwiegend in Textform die geöffneten Programme und Fenster sieht mit der QuickLaunch (Schnellstart-Leiste), die rechts vom Start-Button bisher dazu diente, oft genutzte Programme schnell und einfach mit einem Klick ausführen zu können.

Nun habe ich in meiner neuen Taskleiste (heißt glaub irgendwas mit Aero) eine Mischung aus beidem. Ich habe daumennagelgroße Symbole, die einerseits meine QuickLaunch darstellen, andererseits werden aber auch andere geöffnete Programme hier in gleicher Form dargestellt. Die QuickLaunch-Programme, die gerade geöffnet sind, sind durch ein Kästchen markiert.

Das ist noch etwas ungewohnt, aber irgendwie hat diese Änderung auch was. Bisher nicht so anfreunden konnte ich mich damit, dass beim Klick auf das Firefox-Symbol beim Vorhandensein mehrerer Tabs (und wann hab ich schon weniger als zwei?) nochmal alle Tabs anzeigt, um zu fragen, welches ich nun haben will. Das bedeutet für mich in der Regel einen Klick mehr – ist natürlich manchmal aber auch nützlich.

Ansonsten kann ich noch nicht viel berichten, aber irgendwie erscheint mir das Arbeiten mit Windows 7 doch recht angenehm. Etwas doof ist natürlich, dass ich nun in meiner dritten Arbeitswoche schon wieder einige Programme usw. neu installieren muss, aber da meine Firefox-Konfiguration und auch die runtergeladenen Setup-Dateien für andere Programme rüberkopieren konnte, hielt sich der Aufwand einigermaßen in Grenzen.

Apropos Firefox: Ich bin jetzt bei Firefox 3.6 und leider gehen die meisten meiner geliebten AddOns für Firefox nicht mehr. Also Vorsicht beim Updaten. Ich vermisse meine Maus-Gesten schon sehr.

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit Windows 7 gemacht?

Note der Diplomarbeit und Veröffentlichung

Nach dem Diplom-Zeugnis vorgestern kam nun heute auch die Note meiner Diplomarbeit. Eigentlich hätte ich die schon bekommen sollen, aber ich kann mir nicht erklären, wo der Brief abgeblieben ist. Muss ich mal in der WG nochmal nachfragen.

Mit der Note bin ich sehr zufrieden. 2,0 oder besser war mein Ziel bzw. mein eigener Anspruch. Eine 1,7 ist es nun geworden. Ein schöner Abschluss des Studiums.

Vielen Dank nochmal an alle, die mir bei der Diplomarbeit mit Rat und Tat zur Seite standen, insbesondere diejenigen, die die Arbeit Korrektur gelesen haben und die, die an meiner Umfrage teilgenommen haben.

Immer wieder kommen Anfragen, ob man meine Diplomarbeit haben könnte. Die Arbeit insgesamt hat leider einen Sperrvermerk wegen vertraulichen Informationen über meinen Praxispartner. Eventuell werden aber Teile davon veröffentlicht.
Erfahren wird man das sicher hier im Blog und auf jeden Fall natürlich auch unter @diplomarbeit.

Dipl.-Kfm. techn. – Diplom-Zeugnis ist da!

Eben habe ich mein Diplom-Zeugnis aus dem Briefkasten geholt. Das kam jetzt etwas überraschend. Ich warte nämlich eigentlich noch auf das Ergebnis meiner Diplomarbeit.

Grob weiß ich’s durch das Zeugnis nun, weil die Noten der Pflichtfächer, der Wahlpflichtfächer und der Diplomarbeit alle in sprachlicher Form (sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend) genannt sind. Ich werd morgen mal anrufen.

Was mich ein bisschen wundert, ist, dass das Ausstellungsdatum der 28. Oktober 2009 ist – der Tag an dem ich die Diplomarbeit abgegeben habe. Aber um so besser für mich, denn 2001-2009 sieht als Studiendauer doch etwas besser aus als 2001-2010. ;-)

Ich freu mich jedenfalls sehr, das Diplomzeugnis nun vor mir liegen zu haben. Nun habe ich vom Staat die Erlaubnis, ein paar Buchstaben vor meinen Namen zu schreiben:

Dipl.-Kfm. techn. Henning Schürig

Technisch orientierte BWL hieß mein Studiengang. Und seit heute ist dieses Kapitel endgültig beendet. Tschüss, Uni Stuttgart!

Wie Socken zu Einzelgängern werden

Aus unschönen Gründen – die ich hier nicht weiter ausführen möchte, um mich darüber nicht noch mehr zu ärgern – musste ich die Tage unseren Staubsaugerbeutel aufschneiden. Was ich suchte, habe ich nicht gefunden, aber allerlei anderes.

Neben einem 5-Cent-Stück, diversen Nudeln und ein paar kleinen Nägeln fand ich zum Beispiel auch Schnürsenkel darin. Das große Highlight aber war eine Socke. Eine komplette Socke, die sogar sehr unversehrt aussah.

Damit bin ich dem großen Geheimnis unserer Zeit – wie die Socken von ihrer naturgegebenen Paarbildung zu ihrem Einzelgänger-Dasein kommen – einen großen Schritt nähergekommen.

Weitere sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen.